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Iran bleibt im Atomstreit weiterhin unnachgiebig

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Iran bleibt im Atomstreit weiterhin unnachgiebig

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Kurz vor der entscheidenden Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Atomanlagen seines Landes besichtigt. Teheran droht, die Produktion von angereichertem Uran sofort in großem Stil aufzunehmen, sollte der UN-Sicherheitsrat in den Konflikt eingeschaltet werden. “Unsere Regierung sollte die freiwillige Zusammenarbeit mit der IAEA einstellen, wenn der UN-Sicherheitsrat in irgendeiner Weise informiert oder angerufen wird”, sagte der iranische Botschafter bei der IAEA Asghar Soltanieh. “In dem Fall werden wir jedes Verhandlungsprotokoll aussetzen und nicht länger Inspektionen zulassen – von denen wir bereits über 20 genehmigt hatten, auch auf Militärbasen.”

Die drohende Eskalation des Streits um das iranische Atomprogramm sorgte bei der Teheraner Presse für Schlagzeilen. Präsident Ahmadinedschad griff US-Präsident Bush scharf an und bezeichnete ihn als Kriegstreiber, der kein Recht habe, über Freiheit und Menschenrechte zu reden. Zuvor hatte Bush den Iran in einer Rede zur Nation in Nashville heftig kritisiert. “Ich habe mit der iranischen Regierung gesprochen und gesagt, dass die Welt weiter zusammenrücken wird in der Meinung, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzen darf”, so der US-Präsident. “Ich habe aber auch zum iranischen Volk gesprochen denn jeder möchte frei sein.” Die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland hatten Anfang der Woche beschlossen, den UN-Sicherheitsrat wegen der iranischen Atompolitik anzurufen.