Eilmeldung

Eilmeldung

Streit um Mohammed-Karikaturen weitet sich aus

Sie lesen gerade:

Streit um Mohammed-Karikaturen weitet sich aus

Schriftgrösse Aa Aa

Der Streit um die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed droht zu einem Kampf der Kulturen auszuarten. In Paris entließ der ägyptische Besitzer der Zeitung “France Soir” seinen französischen Direktor und entschuldigte sich bei der Gemeinschaft der Muslime. “France Soir” hatte die Karikaturen in der Mittwoch-Ausgabe nachgedruckt. Zur Diskussion stünden nicht der Islam oder die Muslime, sondern die Meinungsfreiheit, so der geschasste Jacques Lefranc. Tunesien und Marokko stoppten den Verkauf der Mittwoch-Ausgabe von “France Soir”. Auch zahlreiche andere Zeitungen haben die Karikaturen nachgedruckt, unter anderem in Spanien, Deutschland und Italien.

Im Gazastreifen umringten bewaffnete Palästinenser die Vertretung der Europäischen Union und gaben Schüsse auf das Gebäude ab. Das Büro war jedoch bereits vor Tagen geschlossen worden. Ursprünglich waren die Karikaturen in einer dänischen Zeitung erschienen. Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen will an diesem Freitag alle in Kopenhagen akkreditierten Botschafter über den Streit informieren. Aus Protest waren bereits in der vergangenen Woche Botschafter mehrerer arabischer Länder aus Dänemark abberufen worden. Auch werden dänische Produkte in einigen arabischen Staaten boykottiert. Die Regierung in Kopenhagen befürchtet, dass sich diese Aktionen nach den Freitags-Gebeten am Wochenende ausweiten könnten.