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Demonstranten setzen dänische Botschaft in Syrien in Brand

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Demonstranten setzen dänische Botschaft in Syrien in Brand

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In der syrischen Hauptstadt Damaskus haben aufgebrachte Demonstranten die dänische Botschaft in Brand gesetzt. Sie protestierten gegen die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen durch europäische Zeitungen; ein dänisches Blatt hatte sie vor vier Monaten als erste gezeigt. Das Gebäude, in dem auch die diplomatischen Vertretungen von Schweden und Chile untergebracht sind, wurde zunächst von mehreren tausend Demonstranten belagert.

Dann stürmten sie das Gebäude und setzten es in Brand. Die Botschaften waren zu dem Zeitpunkt nicht besetzt. Die Regierung in Kopenhagen forderte alle in Syrien lebenden Dänen zum sofortigen Verlassen des Landes auf. Man bereite eine politische Reaktion auf die Botschaftserstürmung vor, hieß es in Kopenhagen. Ein dänischer Diplomat erklärte, die syrischen Behörden hätten offenbar nichts unternommen, um die rasende Menge zu stoppen.Syrien hat wegen der Mohammed-Karikaturen seinen Botschafter aus Kopenhagen abgezogen; ebenso handelten Saudi-Arabien, Libyen und Kuwait. Kurz nach dem Angriff auf die dänische Botschaft wurde auch die VertretungNorwegens in Brand gesetzt, doch hier griff die Polizei ein. Nach Augenzeugenberichten wurden Demonstranten dann daran gehindert, auch zur französischen Botschaft zu gelangen.