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Kaum noch Hoffnung auch Überlebende nach Fährunglück im Roten Meer

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Kaum noch Hoffnung auch Überlebende nach Fährunglück im Roten Meer

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Nach dem Fährunglück im Roten Meer haben die Rettungskräfte bislang etwa 340 Überlebende aus dem Wasser gerettet und zirka 200 Tote geborgen. Die ägyptische Fähre “Al Salam Boccaccio” war am Freitag mit rund 1.400 Menschen an Bord gesunken. Die meisten der Passagiere und Besatzungsmitglieder werden noch vermisst.

Ein geretteter Mann berichtete, das Feuer im Maschinenraum des Schiffesausgebrochen war und die Besatzung verzweifelt versuchte, die Flammen zu löschen. Eine Augenzeugin erzählte, wie der Kapitän der Fähre beschloss, das Feuer zu bekämpfen und nicht zum Hafen zurückzukehren. Die Besatzung der Fähre hatte einen Notruf abgesetzt, der von einem entgegenkommenden Schiff empfangen wurde. Die daraufhin eingeleiteten Rettungsmaßnahmen kamen allerdings zu spät. Überlebende berichteten, dass die Fähre binnen 10 Minuten sank. Die meisten Reisenden wurden von dem Unglück im Schlaf überrascht. Die Fähre war von der saudiarabischen Hafenstadt Dhuba auf dem Weg nach Safaga. An Bord sollen sich zumeist ägyptische Arbeiter und Pilger befunden haben, die auf dem Weg nach Hause waren. Im Hafen von Safaga kam es zu erschütterenden Szenen. Heute wird die Suche nach Opfern fortgesetzt. Schlechtes Wetter und hoher Wellengang gestalten die Rettungsaktion allerdings schwierig.