Eilmeldung

Eilmeldung

Suche nach Überlebenden auf dem Roten Meer fortgesetzt

Sie lesen gerade:

Suche nach Überlebenden auf dem Roten Meer fortgesetzt

Schriftgrösse Aa Aa

Nach der Schiffskatastrophe auf dem Roten Meer haben Familienangehörige der rund eintausend noch vermissten Menschen die Sperranlagen im Hafen von Safaga niedergerissen. Die meisten von ihnen hatten die ganze Nacht über auf Nachricht gewartet. Überlebende klagten über den späten Beginn der Rettungsarbeiten. Schon kurz nach der Abfahrt am Donnerstag sei auf der Fähre ein Feuer ausgebrochen. Sie hätten mehr als einen Tag ohne jede Hilfe überstehen müssen, sagt dieser Mann. Solange seien keine Rettungskräfte gekommen. Die Zahl der Rettungsboote sei unzureichend gewesen. Es habe keinen Alarm an Bord gegeben und niemand habe ihnen Schwimmwesten gegeben.

Als erster sei der Kapitän von Bord gegangen, berichtet ein Mann, der sich eine Weste greifen konnte.Das Feuer war nach übereinstimmenden Berichten von Überlebenden bereits rund eineinhalb Stunden nach Verlassen des Hafens von Dhiba in Saudi-Arabien ausgebrochen. Ziel der Fähre war der ägyptische Hafen Safaga. An Bord der 35 Jahre alten Fähre befanden sich 1414 Menschen; rund 400 konnten gerettet werden. Die ägyptischen Behörden sagten nicht, wie viele Leichen inzwischen aus dem Wasser gezogen wurden. Die Suche nach Überlebenden sollte zunächst fortgesetzt werden.