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Iran im Atomstreit weiter auf Konfrontationskurs

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Iran im Atomstreit weiter auf Konfrontationskurs

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Im Streit um sein Atomprogramm bleibt der Iran auf Konfrontationskurs. Präsident Machmud Ahmadinedschad erklärte, die unangemeldeten Inspektionen iranischer Nuklearanlagen durch die internationale Atomenergiebehörde würden nicht mehr zugelassen; die Urananreicherung werde in den nächsten Tagen wieder aufgenommen. In einer Rundfunkerklärung sagte Ahmadinedjad, das iranische Volk könne auf eine Technologie mit so vielfältigen Anwendungen nicht verzichten, um seine hochgesteckten wirtschaftlichen und sozialen Ziele zu erreichen.Auch Außenminister Manucher Mottaki betonte die Notwendigkeit des Atomprogramms und sagte, der Iran habe ein Recht auf die Entwicklung der Nukleartechnologie. Der Iran will jedoch nach eigenem Bekunden weiter mit Russland über eine Kompromisslösung verhandeln. Bei der Münchener Sicherheitskonferenz bezweifelte der russische Verteidigungsminister Sergei Ivanov die Wirksamkeit von Sanktionen; dies habe sich schon im Konflikt mit dem Irak gezeigt; es sei eine schwierige Entscheidung. Der Weltsicherheitsrat kann Sanktionen verhängen, falls die Regierung in Teheran nicht bis Ende März den Forderungen der Internationalen Atomenergie-Organisation nachkommt. Der IAEO-Gouverneursrat hatte den Streit gestern mit großer Mehrheit an den Sicherheitsrat überwiesen.