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Protestwelle gegen Mohammed-Karikatur erreicht neuen Höhepunkt

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Protestwelle gegen Mohammed-Karikatur erreicht neuen Höhepunkt

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Die antidänische Protestwelle hat den Libanon erreicht: Auch das dänische Konsulat in Beirut wurde zum Ziel eines Anschlags – aus Protest gegen die Veröffentlichung der umstrittenen Mohammed Karikatur.

Libanesischen Sicherheitskräften gelang es nicht, die aufgebrachte Menge aufzuhalten. Sie waren den 15 000 Demonstranten zahlenmäßig unterlegen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein und schoss in die Luft. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Demonstranten warfen mit Steinen auf die Polizei. Fahrzeuge gingen bei den Protesten in Flammen auf. Ein islamischer Religionsführer sagte, dass nicht alle Demonstranten mit der Brandstiftung einverstanden gewesen seien. Der Protest habe friedlich ablaufen sollen. Mit den Ausschreitungen hat die Protestwelle einen neuen Höhepunkt erreicht. Hintergrund ist eine Karikatur über den islamischen Propheten Mohammed, die zuerst in eienr dänischen Zeitung abgebildet wurde: Sie zeigt ihn unter anderem mit einem Turban in Form einer Bombe. Mehrere ausländische Zeitungen hatten die Karikatur übernommen. UN Generalsekretär Kofi Annan appellierte an Muslime in aller Welt, die Entschuldigung der betroffenen dänischen Zeitung zu akzeptieren. Er könne verstehen, dass sie die Karikatur als Beleidigung ihrer Religion empfänden. Gleichzeitig respektiere er genauso die Rede- und Pressefreiheit.