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Schwere Vorwürfe gegen Rettungsteams

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Schwere Vorwürfe gegen Rettungsteams

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In Ägypten besteht kaum noch Hoffnung, Überlebende des Fährunglücks zu finden. Inzwischen begannen die Behörden damit, die etwa 200 geborgenen Leichen in Kairo öffentlich zu zeigen. Angehörige waren aufgerufen, die Toten zu identifizieren.

Nur wenige Passagiere konnten bis jetzt aus dem Roten Meer gerettet werden: Insgesamt haben 460 Menschen das Fährunglück überlebt – unter ihnen ein Sechsjähriger. Mohammed Hassan verbrachte 36 Stunden im Wasser, bevor ihn Rettungskräfte entdeckten. Auch heute entlud sich erneut die Wut im Hafen von Safaga: Dort warteten wiederHunderte Familienangehörige, die sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten. Von den rund 1400 Passagieren an Bord der verunglückten Fähre sind immer noch 700 vermisst. Trauer um die Toten, Empörung über die späte Rettungsaktion – die Küstenwache traf laut Augenzeugen erst nach zwölf Stunden am Unglücksort ein, nachdem das Feuer auf der Fähre ausgebrochen war. Die Ursache des Brandes ist weiter unklar. Das Schiff war in der Nacht zum Freitag auf dem Weg von Dhiba in Saudi-Arabien nach Ägypten rund 90 Kilometer vor dem Zielhafen Safaga gekentert.