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Skandinavische Länder rufen Landsleute zum verlassen Syriens auf

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Skandinavische Länder rufen Landsleute zum verlassen Syriens auf

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Die Europäische Union hat die Übergriffe auf die dänische und norwegische Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus verurteilt. Aus Protest gegen die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen hatten randalierende Jugendliche die Vertretungen der skandinavischen Länder angegriffen und in Brand gesetzt. Die Demonstranten versuchten auch in die französische Botschaft einzudringen, wurden aber von der Polizei daran gehindert. Die dänische und norwegischeRegierung forderte unterdessen alle in Syrien lebenden Landsleute auf, das Land umgehend zu verlassen.

Der norwegische Außenminister Jonas Gahr Store machte syrische Regierung für die Vorfälle verantwortlich. Es sei die Aufgabe der syrischen Behörden, für die Sicherheit der Botschaftsgebäude und Botschaftsmitarbeiter zu sorgen. Der Vorfall in Damaskus sei sehr ernst zu nehmen und bedauerlich, und er sei froh, dass den Botschaftsangestellten nichts passiert ist. Die Proteste wenden sich mittlerweile auch gegen Deutschland. Randalierer verwüsteten die deutsche Vertretung im Gazastreifen und verbrannten deutsche Fahnen. Die Regierung in Berlin verurteilte die Ausschreitungen, an denen sich mehrere hundert Palästinenser beteiligt hatten.