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6. Februar - Internationaler Tag gegen Mädchenbeschneidung

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6. Februar - Internationaler Tag gegen Mädchenbeschneidung

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Heute ist der “Internationale Tag gegen Mädchenbeschneidung”. Die Initiative dazu kommt von UNICEF, der Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen. “Beschneidung” ist eigentlich ein viel zu harmloses Wort für die Grausamkeit, die Tag für Tag weltweit mindestens 6.000 kleinen Mädchen zugefügt wird.

So wie hier in Kenia bemühen sich Frauen aufzuklären. Auch wenn oft religiöse oder kulturelle Gründe vorgeschoben werden: Die Verstümmelung der weiblichen Genitalien hat vor allem soziale Gründe. Die gängige Erklärung lautet:Nur wenn mit der Klitoris das sexuelle Lustempfinden der Frau herausgeschnitten sei, könnte der Mann vor Untreue sicher sein. Folglich müssen auch die Männer überzeugt werden von den Vorteilen eines Ehelebens ohne Schmerzen und Gewalt.In Senegal ist es immerhin gelungen, in gut 30 Prozent der Dörfer den grausamen Brauch abzuschaffen.Kurse zur Alphabetisierung, zur Gesundheit, zum Recht – all das zusammen hat geholfen, erklärt die Abgeordnete Aminata Ndiaye.Guinea, Ägypten, Mali, Sudan, Eritrea, das sind die Länder, in denen Mädchen auch heute noch die geringsten Chancen haben, einer Beschneidung entgehen. Parlamentarier – auch Männer wie dieser Abgeordnete aus Burkina Faso – setzten sich inzwischen dafür ein, die Beschneidung von Mädchen vom Gesetz her als Körperverletzung einzuordnen und zu bestrafen. In mehreren westlichen Ländern wird die Gefahr, zur Beschneidung gezwungen zu werden, inzwischen als Asylgrund anerkannt.