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Anschläge vom elften September vor Gericht

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Anschläge vom elften September vor Gericht

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Der Prozess gegen den wegen der Terroranschläge vom 11. September angeklagten Zacarias Moussaoui geht in die entscheidene Phase. Unter größten Sicherheitsvorkehrungen beginnt in einem Bezirksgericht des Bundesstaates Virginia in Alexandria die Auswahl der Geschworenen.

Die zwölf Juroren werden entscheiden, ob der Angeklagte zum Tode verurteilt wird oder eine lebenslange Haftstrafe erhält. Moussaoui hatte sich im vergangenen April in allen Anklagepunkten schuldig bekannt: Der Franzose marokkanischer Abstammung gestand, dass er Kontakte zu Al Kaida hatte und dass er Flugzeuge in den USA als Massenvernichtungswaffen einsetzen wollte – nach dem 11. September. Er bestritt aber, dass er an den Terrorakten von New York und Washington direkt beteiligt war. Für Jura-Professor Jonathan Turley steht fest, dass es sich bei Moussaoui nicht um den 20. Flugzeugentführer handelt. Er sei zwar ein Terrorist, aber nach Einschätzung mehrerer internationaler Behörden seien seine Geständnisse sehr zweifelhaft. Moussaoui war bereits kurz vor den Anschlägen festgenommen worden. Der Polizei war er während der Ausbildung zum Piloten aufgefallen. Auch einige der Attentäter des 11. September hatten sich zu Piloten ausbilden lassen, um dann Passagierflugzeuge zu entführen. Bei den Anschlägen in New York und Washington waren etwa 3000 Menschen getötet worden.