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Beirut entschuldigt sich bei Kopenhagen

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Beirut entschuldigt sich bei Kopenhagen

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Die Protestwelle gegen die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen reißt nicht ab. In Afghanistan kam bei Ausschreitungen in der östlichen Stadt Mehtarlam ein Mann ums Leben, zwei Polizisten wurden verletzt. Nach Angaben der Sicherheitskräfte eröffneten die Demonstranten das Feuer. Unter ihnen hätten sich auch Taliban-Anhänger befunden. Anderen Angaben zufolge sollen die Polizisten zuerst auf die Randalierer geschossen haben. Auch in Indonesien haben Muslime erneut gegen die Karikaturen protestiert, die im September in einer dänischen Zeitung erschienen waren.

In der Hauptstadt Jakarta forderten etwa 400 Demonstranten vor der dänischen Botschaft friedlich eine Entschuldigung Kopenhagens. Indonesien ist das größte muslimische Land der Welt. Am Tag nach den bisher gewalttätigsten Ausschreitungen im Zusammenhang mit den Karikaturen wurden im Libanon die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Gestern hatten Tausende die dänische Botschaft in Beirut gestürmt und sie in Brand gesetzt. Die Polizei nahm rund 200 Verdächtige fest. Über die Hälfte von ihnen seien Syrer und Palästinenser, hieß es. Dänemark weitete seine Reisewarnungen inzwischen auf 16 islamische Länder aus. Die libanesische Regierung entschuldigte sich bei Kopenhagen für die Zerstörung der Botschaft.