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Entschuldigung aus Dänemark: Tausende protestieren für friedliches Miteinander

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Entschuldigung aus Dänemark: Tausende protestieren für friedliches Miteinander

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Friedliche Kundgebung in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Tausende Menschenentschuldigten sich für die Mohammed-Karikaturen, die vor allem im Nahen Osten zu heftigen Ausschreitungen geführt hatten.

Dass es eine Entschuldigung von der Regierung nicht geben wird, machte Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen bereits vor wenigen Tagen deutlich. Allerdings respektiere die dänische Regierung den Islam als eine der großen Weltreligionen, so Außenminister Per Stig Möller. Dänemark habe nicht die Absicht, Muslime zu beleidigen. Weniger friedlich ging es in der libanesischen Hauptstadt Beirut zu. Wie bereits in Damaskus griffen aufgebrachte Muslime die dänische Vertretung an und zerstörten das Gebäude. Die Übergriffe verlagerten sich später in einen christlichen Bezirk der Stadt. Dort wurden Autos und Geschäfte von den Randalierern angezündet. Nach den Ausschreitungen erklärte der libanesische Innenminister Hassan Sabeh seinen Rücktritt. Ihm war mangelnde Härte gegenüber den Demonstranten vorgeworfen worden. Sabeh erklärte, er wollte nicht für ein Blutbad verantwortlich sein. In Brüssel demonstrierten rund 4.000 Muslime friedlich gegen die Mohammed-Karikaturen. Der Protestmarsch dauerte mehrere Stunden und führte vom Nordbahnhof zum Fernsehzentrum der belgische Hauptstadt. Ähnliche Demonstrationen gab es in zahlreichen europäischen Großstädten.