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Kritik an Scotland Yard

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Kritik an Scotland Yard

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Die Londoner Polizei steht nach den Protestdemonstrationen wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der Kritik. Medien und Oppositionspolitiker werfen ihr vor, nicht rigoros genug gegen Demonstranten vorgegangen zu sein, die Plakate mit Aufschriften wie: “Tötet alle, die den Islam beleidigen!” hoch hielten. Anjem Choudari, einer der Organisatoren der Demonstration vom vergangenen Freitag, sagte jedoch, diese Sprüche dürften nicht aus dem Kontext gerissen werden. Die Polizei habe nicht eingegriffen, weil dies offensichtlich nicht nötig gewesen sei.

Zeitschriften forderten nun die Londoner auf, ihr die Namen derjenigen zu nennen, die an der Protestaktion teilgenommen hatten. Insbesondere ein Mann, der sich als Selbstmordattentäter verkleidete, hätte umgehend festgenommen werden müssen. Das meint auch Dominic Grieve von der Opposition: “Es ist ein ernst zunehmender Rechtsbruch, wenn jemand Menschen dazu aufruft, andere zu töten. Und auch wenn niemand Bestimmtes ins Visier genommen wurde, so war es doch eindeutig, welche Gruppe Menschen getötet werden soll.” Scotland Yard nahm inzwischen die Ermittlungen auf. Muslimische Gruppen in Großbritannien kritisierten das Verhalten ihrer Glaubensbrüder scharf.