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Massenproteste gegen israelische Siedlungspolitik

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Massenproteste gegen israelische Siedlungspolitik

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In Jerusalem demonstrierten am Sonntagabend über 30.000 Menschen gegen das Vorgehen der israelischen Sicherheitskräfte bei der gewaltsamen Räumung der illegalen Siedlung Amona am 1. Februar. Amona war einer der illegalen Außenposten radikaler israelischer Siedler im Westjordanland. Bei der Räumung waren 160 Siedler und Polizisten verletzt worden. Die Demonstranten forderten eine Untersuchung der Zwischenfälle und kritisierten die Siedlungspolitik von Interimsministerpräsident Ehud Olmert. Einige Demonstranten sind der Auffassung, Israel steuere auf einen Bürgerkrieg zu, sollte Olmert die von Ariel Sharon eingeschlagene Siedlungspolitik nicht ändern. Olmert hatte jüngst bekannt gegeben, einige isolierte jüdische Siedlungen im Westjordanland räumen zu lassen, um in der Friedenspolitik mit den Palästinensern voranzukommen. Der Vorsitzende der Kadima Partei ist mit dieser Politik letzten Umfragen zufolge auf dem richtigen Weg. Derzeit liegt die Kadima Partei in der Wählergunst oben auf.