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Schwere Vorwürfe gegen Reederei der Unglücksfähre

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Schwere Vorwürfe gegen Reederei der Unglücksfähre

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In Ägypten hat es weitere Proteste wegen des Fährunglücks gegeben: Hunderte von aufgebrachten Angehörigen stürmten in Safaga das Büro der Reederei “ Al Salam Maritim Company”, der das Unglücksschiff gehörte. Sie legten Feuer und warfen Möbel auf die Straße. Die Polizei trieb die aufgebrachte Menge mit Tränengas auseinander.

Mehrere hundert Passagiere werden seit dem Unglück noch vermisst. In der vergangenen Nacht konnten weitere 37 Überlebende aus dem Roten Meer gerettet werden. Gegen Reederei, Besatzung und Rettungskräfte wurden schwere Vorwürfe laut: Nach Berichten von Überlebenden hatte es nicht genügend Schwimmwesten an Bord gegeben. “Zwei Stunden lang brannte es auf der Fähre. Bis das Boot unterging, vergingen weitere drei Stunden – genügend Zeit, um umzukehren und alle an Bord in Sicherheit zu bringen. Die Crew sagte immer wieder: Keine Panik. Es ist alles ok.” “Die Besatzung machte sich aus dem Staub, als das Schiff unterging. Sie hatte alles vorbereitet und war sofort startklar.” Insgesamt hatten sich mehr als 1400 Menschen an Bord der Fähre befunden, als sie in der Nacht zum Freitag kenterte. Etwa 200 Todesopfer wurden bisher geborgen.