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Geständnis im Mordanschlag auf italienischen Geistlichen

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Geständnis im Mordanschlag auf italienischen Geistlichen

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Auch der Mordanschlag in der Türkei steht in Zusammenhang mit den umstrittenen Mohammed-Karikaturen. Der 16-jährige Verdächtige gab zu, den italienischen Priester deswegen erschossen zu haben. Die türkische Polizei hatte ihn am Morgen mithilfe eines Phantombilds festnehmen können. Bei ihm fanden sie auch die mögliche Tatwaffe. Der Priester war am Sonntag nach der Messe in seiner Kirche in Trabzon getötet worden.

Überwachungskameras filmten den fliehenden Täter. Ob die Karikaturen beim Mordanschlag eine Rolle spielten, war bis zum Geständnis unklar. Auch in verschiedenen türkischen Städten waren tausende Muslime gegen die Veröffentlichung auf die Straße gegangen. Die türkische Regierung verurteilte den Anschlag aufs Schärfste. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan machte zwar klar, dass Mohammed in keiner Form beleidigt werden dürfte. Gleichzeitig seien gewaltsame Proteste oder gar ein Mord nicht zu rechtfertigen. Erdogan rief die islamischen Demonstranten zur Mäßigung auf.