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Islamische Protestwelle ebbt nicht ab

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Islamische Protestwelle ebbt nicht ab

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Die islamischen Demonstrationen gegen die Mohammed-Karikaturen breiten sich weiter aus. Von Afghanistan bis Indonesien protestierten erneut Zehntausende Muslime gegen die Veröffentlichungen in mehreren westlichen Zeitungen. Die schlimmsten Ausschreitungen gab es in Afghanistan: In sieben Provinzen und der Hauptstadt Kabul zogen Muslime auf die Straße, in Maymana im Norden des Landes stürmten bis zu 300 Demonstranten ein norwegisches Lager der Internationalen Schutztruppe.

Mindestens vier Muslime wurden dabei getötet, weitere wurden verletzt. In der iranischen Hauptstadt Teheran griff die aufgebrachte Menge erneut die dänische Botschaft an. Sie warf mit Steinen und Molotow Cocktails. Erst gestern hatten hunderte Demonstranten erheblichen Schaden in den Vertretungen Dänemarks und Österreichs angerichtet. Die dänische Regierung zeigte sich besorgt. In der südirakischen Stadt Basra protestierten vor allem Jugendliche gegen die umstrittenen Karikaturen. Diese Demonstrationen verliefen vorwiegend friedlich.

Die Karikaturen, die zuerst in einer dänischen Zeitung veröffentlicht worden waren, zeigen den Propheten Mohammed – auf einem Bild trägt er einen Turban in Form einer Bombe. Die Reihe war danach in mehreren westlichen Zeitungen abgedruckt worden.