Eilmeldung

Eilmeldung

Sicherheitskräfte überwachen Wahlen in Haiti

Sie lesen gerade:

Sicherheitskräfte überwachen Wahlen in Haiti

Schriftgrösse Aa Aa

In Haiti sind etwa 3,5 Millionen Menschen aufgerufen, einen Präsidenten und ein Parlament zu wählen. Es ist der fünfte Anlauf, eine neue Regierung zu bestimmen. Zuvor waren die Wahlen wegen organisatorischer Mängel und fehlender Sicherheit mehrmals verschoben worden. Experten bezweifeln aber, dass die Wahl Haitis Probleme auf kurze oder mittlere Sicht lösen kann. “Sie sind aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, damit Haiti zur politischen Normalität zurückkehrt,” so der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten José Miguel Insulza.

“Die Probleme sind aber weitaus komplexer.” In Haiti und vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince herrscht das Chaos. Zwei Jahre nach dem Sturz des Ex-Präsidenten Jean-Bertrand Aristide ist die Lage weiter instabil: Die meisten Hoffnungen werden in den Präsidentschaftskandidaten René Preval gesetzt. Er war bereits von 1996 bis 2001 Staatschef in Haiti – der einzige, der seine Amtszeit beendete. Chancen auf das Präsidentschaftsamt hat auch der Unternehmer Charles Henry Baker, der einzige Weiße unter den mehr als 30 Kandidaten. Wahlbeobachter und die internationale Blauhelmtruppe sollen für einen geregelten Ablauf der Wahl sorgen. Mit einem Ergebnis wird frühestens in drei Tagen gerechnet.