Eilmeldung

Eilmeldung

Umsatzeinbußen durch Boykott dänischer Produkte

Sie lesen gerade:

Umsatzeinbußen durch Boykott dänischer Produkte

Schriftgrösse Aa Aa

Dänische Unternehmen müssen den Konflikt um die Mohammed-Karikaturen teuer bezahlen. denn viele Muslime lassen deren Produkte nun in den Regalen stehen. Imame und einflussreiche muslimische Organisationen hatten zum Boykott dänischer Produkte aufgerufen. Zunächst nur in Saudi-Arabien, inzwischen auch in anderen Ländern, wie Ägypten oder dem Jemen. Die Verluste seien bereits jetzt beträchtlich, sagte Henriette Soelvtoft, von der Vereinigung dänischer Industrie. Genau beziffern könne man den Verlust jedoch bisher noch nicht.

Am meisten betroffen ist der Milchprodukt-Hersteller Arla Foods, der bereits jetzt 1,34 Millionen Euro pro Tag verliert. Das Unternehmen schaltete eine Annonce in der arabischen Presse, in der es versichert, den Islam zu respektieren. Doch auch Unternehmen wie Lego oder der Elektro-Hersteller Bang und Olufsen sorgen sich um ihren guten Namen. Wir denken jetzt schon darüber nach, wie wir unsere guten Beziehungen wieder herstellen können. Denn natürlich ist es wichtig, diese Beziehungen wieder aufzubauen, sobald der derzeitige Konflikt beigelegt ist. Auf der anderen Seite buchen viele Dänen zur Zeit ihren geplanten Urlaub in typische Reiseländer wie Tunesien, Marokko oder Ägypten um. Kopenhagen sprach Reisewarnungen für über ein Dutzendmuslimische Staaten aus. Dadurch stehen auch diesen Ländern Einnahmeverluste bevor, nämlich in der Tourismusbranche.