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Proteste gegen Mohammed-Karikaturen gehen weiter

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Proteste gegen Mohammed-Karikaturen gehen weiter

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Trotz zahlreicher Aufrufe zur Zurückhaltung gehen die gewalttätigen Proteste gegen die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen weiter. Die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die Organisation der Islamischen Konferenz riefen Muslime in aller Welt zur Ruhe auf. Im Westjordanland griffen hunderte Palästinenser das Hauptquartier der internationalen Beobachtertruppe in Hebron an. Randalierende Demonstranten bewarfen Mitglieder der Truppe mit Steinen und zerstörten mehrere Fahrzeuge. Auch kam es zu Zusammenstößen mit der palästinensischen Polizei. Die internationale Mission war 1994 nach einem Massaker an muslimischen Gläubigen eingerichtet worden. Die Truppe wurde inzwischen nach Tel Aviv verlegt.

Im bosnischen Sarajewo kam es ebenfalls zu Protesten, nachdem eine kroatische Zeitung die Karikaturen nachgedruckt hatte. Etwa 200 Islamisten versammelten sich im Stadtzentrum und verbrannten kroatische und dänische Staatsflaggen. Mehrere Dutzend Demonstranten fanden sich vor der französischen Botschaft ein. In der afghanischen Hauptstadt Kabul sowie in Kalat stießen Demonstranten mit den Sicherheitskräften zusammen. Bei dem Versuch, die örtliche Polizeizentrale zu stürmen, starben in Kalat mindestens vier Menschen.