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Die Einladung Russlands an Vertreter der palästinensischen Hamas-Bewegung hat in den USA für Befremden gesorgt

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Die Einladung Russlands an Vertreter der palästinensischen Hamas-Bewegung hat in den USA für Befremden gesorgt

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Der Sprecher des Außenministeriums Sean McCormack sagte in Washington. Man habe sich erkundigt, welche Absichten Russland habe. Wenn es zu Gesprächen kommen sollte, erwarte man, dass dabei westliche Forderungen wie ein Gewaltverzicht und die Anerkennung Israels klargemacht würden.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Einladung bei seinem Staatsbesuch in Spanien bekanntgegeben. Dort sagte er, Russland habe die Hamas nie als terroristische Vereinigung gesehen. Putin sagte weiter: Man müsse anerkennen, dass die Hamas durch eine demokratische und rechtmäßige Wahl an die Macht gelangt sei. Man solle die Wahl des palästinensischen Volkes respektieren. Mit seiner Ankündigung hatte Putin weltweit für Überraschung gesorgt. Erfreut zeigten sich Vertreter der Hamas: Einer ihrer Anführer, Ismail Hanija, sagte am Grenzübergang Rafah im Gazastreifen: Man sei in den Beziehungen zu anderen Ländern bisher vorsichtig. Man freue sich daher, jetzt in Russland mit Putin und seiner Regierung zu sprechen. Bisher lehnt es die Hamas ab, Israel anzuerkennen. Das ist jedoch eine zentrale Forderung des sogenannten Nahost-Quartetts, dem neben der EU, den USA und den Vereinten Nationen auch Russland angehört.