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Scharon nach erneuter Operation kritisch, aber stabil

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Scharon nach erneuter Operation kritisch, aber stabil

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Nach seiner neuerlichen Operation liegt Israels Ministerpräsident Ariel Scharon jetzt wieder auf der Intensivstation. Sein Zustand ist kritisch, aber stabil. Anfang Januar hatte Scharon einen schweren Schlaganfall erlitten. Seitdem kämpfen die Ärzte um sein Leben. Schon mehrmals wurde er operiert. Die Stimmung in Israel ist wie hier in Jerusalem nachdenklich und auch gefasst. Einer hier sagt:

“Wir Juden glauben, das alles in Gottes Händen liegt. Also können wir nur beten.” Dieser Mann in Tel Aviv meint: Seit dem Koma sei es für Scharon vielleicht besser zu gehen als den Rest seines Lebens wie Gemüse herumzuliegen. Ein Palästinenser in Ramallah ist milde gestimmt: Scharon sei ein menschliches Wesen. Von der politischen Bühne sei er abgetreten, jetzt sei alles Gottes Wille. Skepsis dagegen bei diesem Palästinenser: Ob Scharon gesund sei oder wieder aufwache, sei für sein Volk egal. Fachleute rechnen kaum noch damit, dass der 77-jährige Scharon noch einmal zu Bewusstsein kommt. Nach dem Schlaganfall und den Operationen liegt er nun schon seit über einem Monat im Koma.