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Noch keine Klarheit über das Schicksal der "Clemenceau"

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Noch keine Klarheit über das Schicksal der "Clemenceau"

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Die Zukunft des ehemaligen französischen Kriegsschiffs “Clemenceau” bleibt vorerst ungewiss. Der indische Verfassungsgerichtshof hat eine für Montagerwartete Entscheidung verschoben. Derzeit liegt das Schiff außerhalb der indischen Hoheitsgewässer. Die nächste Anhörung findet am Freitag statt. In dem ausgemusterten Flugzeugträger sind mehrere Tonnen krebserregendes Asbest verarbeitet, was Umweltschützer auf den Plan ruft. Vijay Panjwani, Jurist der Umweltbehörde, warnte daher vor weiteren Einmischungen von außen: Wenn die Leute oder auch Nicht-Regierungsorganisationen sich weiterhin in den Medien äußerten, so Panjwani, müssten sie mit einem Verfahren wegen Mißachtung des Gerichts rechnen.

Das indische Höchstgericht soll entscheiden, ob die “Clemenceau” auf dem Schiffsfriedhof Alang im Bundestaat Gujarat abgewrackt werden darf. Umweltgruppen wie Greenpeace protestieren dagegen, weil sie Gesundheitsschäden für die Arbeiter befürchten – sie nehmen an, dass sich bis zu 1000 Tonnen asbestverseuchten Materials auf dem Schiff befinden. Das Gericht hat daher sämtliche Demonstrationen bis zu einer endgültigen Entscheidung über das Schicksal der “Clemenceau” verboten. Daneben gibt es auch Protestveranstaltungen der Arbeiter in Alang. Sie plädieren für ein Abwracken des Schiffs, da sie um ihre Arbeitsplätze fürchten. Die französische Regierung versucht unterdessen, das Verschwinden von mehreren Tonnen Asbest zu klären, die bereits in Frankreich aus dem Schiff beseitigt worden sein sollen. Unklar ist nun, wo sie gelagert sein könnten.