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Teheraner Zeitung lobt Karikaturen-Wettbewerb zum Holocaust aus

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Teheraner Zeitung lobt Karikaturen-Wettbewerb zum Holocaust aus

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Eine iranische Zeitung hat einen Karikaturen-Wettbewerb zum Holocaust ausgeschrieben. Die Teheraner Tageszeitung Hamshari reagiert damit auf die von Muslimen als verunglimpfend empfundenen Karikaturen des Propheten Mohamed.

Der Grafik-Chef des Blattes, Farid Mortazawi, betont es gehe ihm nicht darum die Gefühle der Juden zu verletzen. “Wir wollen die Grenzen der Meinungsfreiheit testen. Der Westen behauptet, die Meinungsfreiheit dürfe nicht eingeschränkt werden. Wir testen jetzt, ob er das ernst meint”, sagte Mortazawi. Die Zeitung gehört der Stadt Teheran. Sie wird von Anhängern von Staatspräsident Mahmud Achmadinedschad kontrolliert. Vom Aufruhr in der islamischen Welt über die erstmals von einer dänischen Zeitung veröffentlichten Karikaturen profitiert die rechtsextremistische Dänische Volkspartei. Nach einer gestern veröffentlichten Meinungsumfrage konnte sie in der Wählergunst um 3,6 Prozentpunkte zulegen, während die Sozialdemokraten, die das Verhalten der Regierung im Karikaturenstreit krisiert haben, 3,5 Prozentpunkte verloren. “Die Menschen sind nationalbewusster geworden. Wir können die Schändung unserer Flagge nicht tolerieren”, interpretierte Parteichefin Pia Kjaersgrad das Umfrageergebnis.