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Demonstration in Beirut am Jahrestag des Hariri-Mords

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Demonstration in Beirut am Jahrestag des Hariri-Mords

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Am ersten Jahrestag der Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri sind in Beirut tausende zu einer Kundgebung zusammengekommen. Sie schwenkten libanesische Fahnen und Bilder des Getöteten. Die Demonstranten forderten die restlose Aufklärung des Anschlags. Hariri und 22 weitere Menschen waren am 14. Februar 2005 an der Uferstraße in Beirut durch eine Autobombe ums Leben gekommen.

Das Attentat löste ein politisches Erdbeben aus: Ein internationales Ermittlerteam, das bis Januar von dem Berliner Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis geleitet worden war, fand immer mehr Hinweise auf eine Verstrickung der damaligen Besatzungsmacht Syrien. Mehrere Syrer in leitenden Positionen sollen in das Attentat verwickelt sein.

Unter zunehmendem internationalen Druck zog Syrien schließlich seine Truppen aus dem Libanon ab – nach fast drei Jahrzehnten.An einer Gedenkfeier für Hariri in dessen Mausoleum nahm auch die Schwester des Getöteten teil. Seit dem Attentat auf Hariri gab es 14 weitere Bombenanschläge, unter den Opfern waren mehrere syrienkritische Politiker. Wichtige libanesische Politiker leben aus Sicherheitsgründen im Exil.