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Massenkundgebung in Beirut ein Jahr nach Hariri-Mord

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Massenkundgebung in Beirut ein Jahr nach Hariri-Mord

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Rund eine Million Libanesen haben am Dienstag in Beirut der Ermordung des ehemaligen libanesischen Regierungschefs Rafik Hariri gedacht. Am 14. Februar 2005 war Hariri bei der Explosion einer Autobombe getötet worden. Die Demonstranten, die teilweise mit Bussen aus dem ganzen Land gekommen waren, versammelten sich auf dem Platz der Märtyrer, wo sich Hariris Grab befindet. Tausende Soldaten und Polizisten waren im Einsatz; Schulen und Geschäfte blieben geschlossen.

An der Kundgebung nahmen auch Familienangehörige und Weggefährten Hariris teil, so etwa sein Sohn Saad Hariri, der erst vor kurzem aus dem französischen Exil zurückgekehrt war, oder Drusenführer Walid Dschumblatt. Die Familie Hariris fordert eine lückenlose Aufklärung des Attentats. Zwar hat ein UN-Ermittlerteam einige Verhaftungen in Zusammenhang mit dem Anschlag veranlasst – die eigentlichen Hintergründe konnten jedoch bis heute nicht vollständig aufgedeckt werden.