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EU-Staaten können Geflügelzüchter unterstützen

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EU-Staaten können Geflügelzüchter unterstützen

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Die EU-Kommission hat als Reaktion auf die Ausbreitung der Vogelgrippe den Mitgliedsstaaten freigestellt, betroffene Zuchtbetriebe mit bis zu 3.000 Euro zu unterstützen. Höhere Finanzhilfen seien aber genehmigungspflichtig und könnten erst gewährt werden, wenn ein Betrieb 30 Prozent seines Umsatzes einbüße, hieß es in Brüssel. Angesichts der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Viruserkrankung stuft die EU-Kommission die Vogelgrippe inzwischen als gefährlicher ein als die Rinderseuche BSE.

Es soll deshalb geprüft werden, ob Mittel statt für die BSE-Prävention zur Bekämpfung der Vogelgrippe verwendet werden können. Geflügelzüchter und Händler verzeichnen seit Monaten europaweit einen dramatischen Umsatzrückgang von bis zu 70 Prozent.

Auch Informationskampagnen der Zuchtverbände haben angesichts der Verunsicherung der Verbraucher bislang kaum Erfolg. Ebensowenig die Aussage von EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou, es bestehe kein Risiko beim Verzehr von Geflügelfleisch. Weltweit sind seit 2003 bereits mehr als 90 Menschen an der Viruserkrankung gestorben. Ursache war in den meisten Fällen, dass die Opfer mit den Vögeln auf engstem Raum zusammenlebten.