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Vogelgrippe auf Agenda der EU-Agrarminister

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Vogelgrippe auf Agenda der EU-Agrarminister

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Die Ausbreitung der Vogelgrippe und ihre Bekämpfung stehen auf der Tagesordnung der Agrarminister der Europäischen Union bei ihrem heutigen Treffen in Brüssel. Dabei geht es auch um die Entschädigung betroffener Geflügelzüchter. In Deutschland hat das gefährliche Virus H5N1 inzwischen das Festland erreicht. In Gebieten die der Ostseeinsel Rügen vorgelagert sind, wurden infizierte Vögel entdeckt. Die Insel selbst wurde zur Schutzzone erklärt. Dort waren in der vergangenen Woche die ersten an Vogelgrippe verendeten Schwäne gefunden worden.

Das Virus H5N1 wurde insgesamt bei mehr als achtzig Vögeln nachgewiesen. Hunderte Helfer sind im Einsatz, um die toten Tiere zu sichten und zu bergen. Aus Vorsorge wurde in der Region mit der Tötung von Hausgeflügel in besonders gefährdeten Landwirtschaftsbetrieben begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich bei einem Besuch besorgt, unterstrich aber, dass die Epidemie nicht auf Hausgeflügel übergegriffen habe. Spezialkräfte der Bundeswehr stellten Seuchenwannen für Autos, Fußgänger und Radfahrer sowie Desinfektionsanlagen auf. In Frankreich wurde am Samstag der gefährliche Erreger als Todesursache einer Wildente bestätigt. Auch dort wird befürchtet, dass die Seuche auf Hausgeflügel übergreift.