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Serben und Kosovo-Albaner zufrieden nach erster Gesprächsrunde

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Serben und Kosovo-Albaner zufrieden nach erster Gesprächsrunde

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Vertreter Serbiens und der Kosovo-Albaner haben in Wien ihre erste direkte Gesprächsrunde beendet. Dabei wollen sie Übereinstimmung in wichtigen Fragen zur Zukunft des Kosovo erzielt haben. Das bestätigten Sprecher beider Seiten nach dem zweitägigen Treffen, wie der serbische Delegierte Leon Kojen:“Für uns und auch für die andere Seite gilt: Wir haben ein besseres Verständnis von der Position des anderen. Und das ist ein Schritt nach vorn, vor allem verbunden mit der Tatsache, dass es bei bestimmten Punkten keine Unstimmigkeiten gibt.” Thema war unter anderem, welche Rechte die serbische Minderheit in welchen Gebieten des Kosovo erhalten soll. Auch der Vertreter aus dem Kosovo, Lufti Haziri, sprach von einer positiven Atmosphäre. Nicht nur die kosovarische Gesellschaft und sondern auch die internationale Gemeinschaft investierten viel in eine Mehrvölkergesellschaft. Man wolle eine funktionierende multi-ethnische Zukunft haben. “Daran glauben wir”, fügte er hinzu. Demonstrierte Einigkeit – dabei blieb die wichtigste Frage ausgeklammert: welchen endgültigen Status das Kosovo erhält. Die Bevölkerung dort fordert die Unabhängigkeit, die serbische Regierung lehnt das ab. Die Strategie der kleinen Schritte soll auf dem nächsten Treffen am 17. März fortgesetzt werden.