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Der amerikanische Erzbischof Paul Marcinkus ist tot.

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Der amerikanische Erzbischof Paul Marcinkus ist tot.

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Anfang der 80er Jahre war er in den Skandal um die zusammengebrochene Bank Ambrosiano in Rom verwickelt. Marcinkus wurden damals als Chef der Vatikanbank – die mit 3 Prozent an dem Ambrosiano-Unternehmen beteiligt war – zweifelhafte Finanzpraktiken vorgeworfen. Die Geschäfte des Vatikans mit dem als Mafia-abhängig bezeichneten Börsenspekulanten Michele Sindona und dem mit der Geheimloge P2 verbundenen Ambrosiano-Präsidenten Roberto Calvi kosteten die katholische Kirche aufgrund außergerichtlicher Vereinbarungen mehr als 200 Millionen Euro Schadenersatz. Später kam heraus, dass dieses Trio Riesenbeträge aus den Kassen und Beteiligungen des Vatikans an der Steuer vorbei ins Ausland schaffte, von wo sie über ein Netz lateinamerikanischer oder karibischer Banken gewinnbringend angelegt wurden. Als Konsequenz daraus wurde Marcinkus 1989 aus seiner Verantwortung bei der Vatikanbank entlassen.