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Ex-Kommissarin Cresson muss mit drastischer Rentenkürzung rechnen

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Ex-Kommissarin Cresson muss mit drastischer Rentenkürzung rechnen

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Als Strafe für Günstlingswirtschaft droht der früheren EU-Kommissarin und französischen Premierministerin Edith Cresson eine Rentenkürzung um fünfzig Prozent. Cresson hatte 1999 nach den Vorwürfen über die Beschäftigung persönlicher Bekannter die gesamte EU-Kommission unter Jacques Santer zu Fall gebracht.

Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs, der die Sache nach der Klage der nachfolgenden Kommission aufrollt, beantragte als Strafmaß die halbe Rente. Normalerweise folgen die Richter seinem Antrag. Den völligen Entzug, wie von der Kommission anvisiert, hält er nicht für nötig, da Cresson mit der erlittenen Rufschädigung genug gestraft sei.

Die damalige Wissenschaftskommissarin hatte den Rücktritt stets verweigert, worauf die gesamte Kommission zurücktrat.