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Spekulationenüber Absprachen vonE.ON und Endesa

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Spekulationenüber Absprachen vonE.ON und Endesa

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Das Übernahmeangebot des deutschen Energieriesen E.ON für den spanischen Versorger Endesa ist von der Konzernspitze in Madrid erneut als nicht ausreichend bezeichnet worden. Dennoch halten sich in Spanien Spekulationen, das Angebot könnte mit der Endesa-Führung abgesprochen worden sein. Als Indiz zeigte das spanische Fernsehen, dass sich die jüngste Werbekampagne von Endesa fast nur in der Hintergrundfarbe von der E.ON-Werbung unterscheidet. Da sei nichts dran, insistierte Endesa-Chef Manuel Pizarro, gar nichts!

Noch vor E.ON hatte der spanische Versorger Gas Natural ein schwächeres Angebot für Endesa vorgelegt, dass dort als feindlich bewertet wurde. Einen Bündnisvorschlag des italienischen Energiekonzerns ENEL lehnte Gas Natural ab. Unterdessen signalisierte der französische Konkurrent EdF ebenfalls ein Interesse am spanischen Markt, ohne jedoch seine Absichten zu spezifizieren. Das weltgrößte Unternehmen der Energiebranche legte seine Bilanz für das abgelaufene Jahr vor, das Jahr seines Börsengangs: Der Überschuss verdoppelte sich auf 3,24 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 10,6 Prozent auf 51 Milliarden Euro. Der Konzern habe sich saniert und sei für weiteres Wachstum gerüstet, hieß es in Paris.