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Beschwichtigungsversuche Serbiens nach Drohungen der EU

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Beschwichtigungsversuche Serbiens nach Drohungen der EU

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Nach den Beschwerden des Internationalen Kriegsverbrechtertribunals und der EU hat Serbiens Regierung versichert, alles ihr Mögliche zu tun, um den bosnischen Serbengeneral Ratko Mladic auszuliefern.

Ministerpräsident Vojislaw Kostunica erklärte nach jüngsten Drohungen der EU, seiner Regierung sei selbst an der Auslieferung Mladics gelegen, um die letzten Hindernisse auf dem Weg zur Union zu beseitigen.

Mladic, der für die Belagerung Sarajewos und die Massaker in Srebrenica 1995 angeklagt ist, soll sich in Serbien aufhalten. Laut dem niederländischen Außenminister verhandeln die Behörden mit ihm. Die serbische Regierung hatte die Gerüchte dieser Woche über eine Festnahme dementiert.

Kostunica reagierte auf die Drohung von EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn tags zuvor, die Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen auszusetzen.

Rehn erklärte, dies sei unumgänglich, solange Serbien-Montenegro nicht uneingeschränkt mit dem Internationalen Kriegsverbrechtertribunal zusammenarbeitet.

Der Erweiterungskommissar will den EU-Außenministern bei ihrem Treffen am Montag empfehlen, die Gespräche auszusetzen. Deren nächster Termin war für April anberaumt. Das Assoziierungsabkommen wäre ein erster Schritt für einen späteren Beitritt.