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Streit um Fusion von GDF und Suez

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Streit um Fusion von GDF und Suez

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Die italienische Regierung hat die Fusion des französisch- belgischen Energieversorgers Suez mit dem französischen Staatskonzern Gaz de France scharf kritisiert. Die französische Regierung habe die Fusion einzig mit dem Ziel geplant, die Übernahme von Suez durch den italienischen Energieversorger Enel zu verhindern. Der italienische Industrieminister Claudio Scajola sagte, die Regeln des freien Marktes müssten auch innerhalb Europas gelten. Die Länder müssten verstehen, dass kein Land mit staatlichen Geldern den Markt beeinflussen dürfe.Suez ist der zweitgrößte Wasserversorger sowie der fünftgrößte Stromkonzern Europas. Enel war am Stromgeschäft von Suez interessiert und wollte die Wassersparte einem Partner überlassen.Bedingung für die angekündigte Fusion ist eine Privatisierung von Gaz de France. Diese wird erst nach einer Gesetzänderung möglich sein. Zur Zeit muss Frankreich mindestens 70 Prozent an dem Konzern halten. Aber auch nach der Änderung will der Staat eine Sperrminorität von 34 Prozent an dem Gasversorger halten.