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Ausnahmezustand in Philippinen verlängert

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Ausnahmezustand in Philippinen verlängert

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Die Präsidentin der Philippinen, Gloria Arroyo, hat den Ausnahmezustand in dem ostasiatischen Inselstaat verlängert; eine Frist wurde nicht genannt. Zur Begründung der Maßnahme hieß es, nach der gestrigen Rebellion von einhundert Marineinfanteristen sei die Putschgefahr noch nicht gebannt. Im Hauptquartier der Marines in der Haupstadt Manila bekundete ein ranghoher Offizier seine Solidarität mit den Befehlshaber der Truppe, Generalmajor Renato Miranda.

Dieser war gestern seines Postens enthoben worden. Die Regierung wirft ihm vor, in den angeblichen Putschversuch verwickelt zu sein. Die Präsidentin hatte den Ausnahmezustand am vergangenen Freitag verhängt. Zur Begründung sagte sie, Angehörige des Militärs hätten geplant, sich gegen die Regierung zu stellen und “ein Regime außerhalb der Verfassung” zu errichten.

Gloria Arroyo steht wegen Vorwürfen der Wahlmanipulation seit Juni unter massivem politischen Druck. In Manila demonstrierten Anhänger der Opposition gegen die Präsidentin und warfen ihr vor, die Putschgefahr erfunden zu haben. Unterdessen wurden sechzehn Verdächtige angeklagt: nach Polizeiangaben handelt es sich um vier Soldaten und fünf Parlamentsabgeordnete der Opposition. Einer von ihnen, der linksgerichtete Abgeordnete Crispin Beltran, wurde am Samstag festgenommen; die vier anderen Parlamentarier seien noch flüchtig, hieß es.