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Reaktionen auf Fusionsplan von Suez und GdF

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Reaktionen auf Fusionsplan von Suez und GdF

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Die Europäische Kommission hat auf den Fusionsplan der beiden französischen Konzerne abwartend reagiert. Falls der Zusammen-schluss nach den geltenden EU-Regeln zur Genehmigung angemeldet werden müsse, werde die Kommission eine genaue Prüfung vornehmen, sagte ein Sprecher in Brüssel. Bisher habe die Behörde keine Anzeichen einer Wettbewerbs-verletzung ekennen können. Der italienische Vize- präsident der Kommission, Franco Frattini, warnte grundsätzlich vor Protektionismus. Das europäische Interesse müsse in jedem Fall gewahrt bleiben, betonte er.
Mit der französischen Fusion sowie mit der geplanten Übernahme des spanischen Versorgers Endesa durch den deutschen E.ON-Konzern entstünden zwei neue Riesen der europäischen Energiebranche. Auch zu dem E.ON -Angebot, das in Spanien auf Widerstand stößt, hat die Europäische Kommission noch keine detaillierte Haltung eingenommen.
Zu dem französischen Fusionsplan erklärte der Generalsekretär des Europäischen Unternehmerverbands, Philippe de Buck, da der Staat über Gaz de France in dem neuen Unternehmen eine wichtige Rolle spielen werde, sei die Aufregung verständlich: Die Energieversorgung sei stets ein schwieriges Thema.
Italiens Wirtschaftsminister Tremonti verglich die Lage mit der im August 1914, als sich die
Europäer zu spät gefragt hätten, wer einen Krieg begonnen habe, den keiner wolle.