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120 Millionen Euro Finanzspritze aus Brüssel für Palästinenser - Israel kritisiert

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120 Millionen Euro Finanzspritze aus Brüssel für Palästinenser - Israel kritisiert

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Die Europäische Kommission hat eine Finanzhilfe für die Palästinensergebiete in Höhe von rund 120 Millionen Euro angekündigt. Der Sondergesandte des Nahostquartetts aus EU, UNO, Russland und den USA, James Wolfensohn, begrüßte die Entscheidung und forderte eine langfristige inter-nationale Finanzhilfe für die palästinensische Regierung, die in rund vier Wochen von der radikal-islamischen Hamas übernommen wird.

Der israelische Regierungssprecher Raanan Gissin kritisierte die EU-Finanzhilfe. “Es ist durchaus wichtig, den Palästinensern humanitäre Hilfe zukommen zu lassen”, räumte er ein. “Genauso muss aber darauf geachtet werden, dass die zukünftige Regierung keine terroristische ist”, so Gissin weiter. In Genf forderte UN-Generalsekretär Kofi Annan die Hamas auf, in Zukunft auf Gewalt zu verzichten und einen politischen Friedensprozess einzuleiten. “Die Geschichte hat gezeigt, dass vormals bewaffnete Gruppierungen einen Transformationsprozess hin zu demokratischen politischen Parteien durchlaufen können. Der Liste dieser Parteien sollte sich auch die Hamas anschließen”, sagte Annan. Unterdessen kam es am Montag im Westjordanland zu neuerlichen Auseinander- setzungen zwischen der israelischen Armee und Palästinensern. Die israelische Armee hatte zuvor versucht ein Haus nahe Hebron zu umstellen, in dem sie einen gesuchten militanten Palästinenser vermutete.