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Gewaltwelle im Irak nach Ende der Ausgangssperre

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Gewaltwelle im Irak nach Ende der Ausgangssperre

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Mindestens 46 Tote und 170 Verletzte forderte eine Anschlagsserie in Bagdad. Opfer der neuen Eskalation der Gewalt durch drei Autobomben und einen Selbstmordattentäter waren Besucher schiitischer Märkte, eines Postamtes und Menschen, die um Heizmaterial anstanden.

Während des Wochenendes hatte eine Ausgangssperre die Gewaltwelle zwischen Sunniten und Schiiten etwas abebben lassen. Sie galt für die irakische Hauptstadt und einige Nachbarprovinzen – unter anderem für Samarra, den Ort des Anschlags auf die schiitische Goldene Moschee in der vergangenen Woche.Sicherheitskräfte hatten in Samarra sogar Gläubige daran gehindert, die Moscheen aufzusuchen.

Der Anschlag auf das Heiligtum aus dem neunten Jahrhundert hatte landesweite Unruhen ausgelöst. Allein in Bagdad sind dabei innerhalb einer Woche 330 Menschen umgekommen. Zwei britische Soldaten starben bei einem Angriff auf ihre Patrouille in Amara, 360 Kilometer südöstlich von Bagdad. Ein dritter wurde verletzt, so britische Militärangaben. Damit sind seit Beginn des Irak-Einsatzes 103 britische Soldaten im Irak umgekommen. Ziel der Gewalt-Welle ist nach Erkenntnis des amerikanischen Präsidenten George W. Bush die Spaltung des Irak.