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Vogelgrippe-Virus sorgt in Europa weiter für Beunruhigung

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Vogelgrippe-Virus sorgt in Europa weiter für Beunruhigung

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Frankreich hat am Montag mit der Impfung von 700.000 Gänsen und Enten im Südwesten des Landes begonnen. Das Virus breitet sich unterdessen weiter aus. Auch in der Schweiz, die seit den bekannt gewordenen Vogelgrippe-Fällen in ihren Nachbarländern in Alarmbereitschaft ist, wurde mittlerweile ein Fall der Tierseuche bestätigt.

Ob der im Genfer Bootshafen aufgefundene Gänsesäger auch mit der hochansteck-enden Variante H5N1 infiziert ist, muss nun noch im EU-Referenzlabor in England festgestellt werden. In Bosnien-Herzegowina herrscht indes nach den Labortests aus England definitiv Klarheit: die beiden vor zehn Tagen gefunden toten Schwäne weisen das tödliche Virus auf. In Russland unterdessen äußerte Präsident Vladimir Putin, dass es nun wichtig sei, zu handeln. Es bliebe nur noch wenig Zeit, bevor im Frühling verstärkte Vögelwanderungen zu einer weiteren Ausbreitung des Virus führen könnten. Putin will nun innerhalb seiner Regierung einen speziell für die Vogelgrippezuständigen Krisenstab einrichten. Das H5N1-Virus kann auch für den Menschen gefährlich sein. Seit 2003 starben mehr als 90 Menschen in Asien und im Nahen Osten an den Folgen einer Ansteckung durch engen Kontakt mit infizierten Tieren.