Eilmeldung

Eilmeldung

Labour-Gesetz zur Schulreform stößt auf Kritik aus eigenen Reihen

Sie lesen gerade:

Labour-Gesetz zur Schulreform stößt auf Kritik aus eigenen Reihen

Schriftgrösse Aa Aa

Ein Gesetzesentwurf der britischen Labour-Regierung zur Reform öffentlicher Schulen sorgt auf der Insel für Kontroversen. Der Text sieht vor, öffentliche Schulen in Großbritannien zusehends zu privatisieren. Finanzielle Unterstützung soll in Zukunft demzufolge verstärkt von privaten Investoren kommen und die Schulen sollen über Arbeitsmethoden und Lehrergehälter selbst bestimmen können.

Private Firmen, Elternvereinigungen oder religiöse Gruppen könnten die britischen Schulen in Zukunft verwalten. Die britische Bildungsministerin Ruth Kelly bezeichnet die Gesetzesvorlage als geeignet, um Reformen einzuleiten, die es den Schulen ermöglichen, die Standards für alle ihre Schüler zu verbessern. Die heftigste Kritik an dem Text kommt aus den eigenen Reihen der Labour-Partei. Befürchtet wird von vielen Labour-Politikern, dass das neue Gesetz zu unterschiedlichen Bildungsstandards führen wird, zum Vortel der sozial Bessergestellten. “Die Regierung hat einige unserer Kritikpunkte berücksichtig”, so der Labour-Politiker John Denham, “aber bis der Entwurf zufrieden stellend ist, ist es noch ein weiter Weg,” Die oppositionellen Tories unterstützen den Gesetzesentwurf weitgehend. Sie sehen darin die Umsetzung ihrer eigenen Ideen und Vorschläge aus der Vergangenheit – wenngleich ihnen auch der jetzige Entwurf nicht weit genug geht.