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Meuternde Gefangene in Jordanien lassen Geiseln frei

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Meuternde Gefangene in Jordanien lassen Geiseln frei

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Bei einer Gefängnismeuterei in Jordanien haben Gefangene ihre zuletzt sieben Geiseln freigelassen, darunter auch den Leiter des Gefängniswesens des Landes. Dem Vernehmen erhielten sie zuvor die Zusage, für die Geiselnahme nicht bestraft zu werden. Die Meuterer hatten nach Angaben des Innenministeriums die Zusammenlegung mit inhaftierten Freunden verlangt. Die Rebellion war in drei Haftanstalten ausgebrochen, darunter im Dschuweideh-Gefängnis bei Amman.

Dort hätten die Sicherheitskräfte den Aufstand “in Rekordzeit” beendet, sagte der Innenminister im staatlichen Fernsehen. In dem Gefängnis werden viele zum Tode verurteilte Terroristen festgehalten, darunter die Frau, die bei den Selbstmordanschlägen in Hotels in Amman im vergangenen November ihren Sprengsatz nicht zur Explosion brachte. Bei den zeitgleichen Anschlägen auf drei westliche Hotels der jordanischen Hauptstadt waren mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. An der Gefängnismeuterei beteiligten sich nach offiziellen Angaben rund 150 Gefangene. Sie seien mit Knüppeln und Eisenstangen vorgegangen und hätten mit eingeschmuggelten Mobiltelefonen versucht, Meutereien in weiteren Gefängnissen anzustiften.