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Wachsende Sorge in Washington: Lage im Irak eskaliert

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Wachsende Sorge in Washington: Lage im Irak eskaliert

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In den USA wird die Lage im Irak mit immer größerer Sorge betrachtet. Führende Geheimdienstbeamte warnten vor einer Eskalation der Gewalt. Auch US-Vizepräsident Dick Cheney rechnet mit weiteren Anschlägen.

“Letzte Woche griffen Terroristen die Goldene Moschee in Samarra an, um einen Bürgerkrieg zu entfesseln. Wir müssen weitere Akte der Gewalt und Zerstörung von den Feinden der Freiheit erwarten”, sagte Cheney vor Veteranen. Seit dem Anschlag auf die Goldene Moschee in Samarra, eines der wichtigsten schiitischen Heiligtümer im Irak, wurden bei Anschlägen und Kämpfen zwischen Schiiten und Sunniten rund 400 Menschen getötet. In Bakuba wurden am Dienstag die Leichen von neun Männern aufgefunden, darunter auch die des Scheichs eines einflussreichen schiitischen Stammes. In Bagdad starben allein gestern mehr als 60 Menschen. Auf drei sunnitische Moscheen wurden Sprengstoffanschläge verübt, ein Konvoi des Verteidigungsministeriums und eine Polizeipatrouille angegriffen. Vor einer Tankstelle sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Auch auf den bislang eher ruhigen Südirak greift die Gewalt über. Zwei britische Soldaten wurden getötet, ein dritter verletzt, als eine Bombe in dem Moment detonierte, indem die Streife vorbeifuhr. In Tikrit wurde ein Sprengstoffanschlag auf die Moschee mit dem Mausoleum von Saddam Husseins Vater verübt.