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Russischer Staatsbesuch in Tschechien im Zeichen des Pragmatismus

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Russischer Staatsbesuch in Tschechien im Zeichen des Pragmatismus

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Russlands Präsident Vladimir Putin hat bei einem Staatsbesuch in der Tschechischen Republik die Verantwortung seines Landes bei der Niederschlagung des Prager Frühlings im Jahr 1968 akzeptiert. Putin fügte aber auch hinzu, dass es nur eine moralische Mitschuld der Sowjet-Truppen geben könnte, eine juristische Verantwortung Russlands lehnte er ab.

Die brisante Frage der russischen Politik in Tschetschenien klammerten Putin und sein tschechischer Amtskollege Vaclav Klaus symbolisch aus. Ihr Treffen in Prag war weitestgehend von Pragmatismus geprägt, eines der zentralen Gesprächsthemen war die russische Energiepolitik. Während Putin europäische Befürchtungen zum Thema zurückwies, rief Klaus zu einer “Entpolitisierung der Energiefrage auf”. Tschechien bezieht rund 75 Prozent seines Gases aus Russland.