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Radikalislamische Hamas zu Gesprächen in Moskau

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Radikalislamische Hamas zu Gesprächen in Moskau

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Eine Delegation der radikalen Palästinenserbewegung Hamas ist am Freitag zu Gesprächen in Moskau eingetroffen. Schon im Vorfeld der Reise bekräftigte die Organisation, dass sie den Staat Israel nicht anerkennen werde – und bei der Ankunft äußerte Hamas-Führer Chaled Maschaal erneut Vorwürfe: “Israel hat den Friedensfahrplan praktisch abgelehnt. Nicht das palästinensische Volk ist das Problem. Wir sind für Frieden und eine Fortsetzung der Gespräche. Für die Hamas sind internationale Beziehungen wichtig.”

Die Hamas-Funktionäre wollen beim russischen Aussenminister um finanzielle und politische Unterstützung bitten. Präsident Wladimir Putin hatte die radikale Palästinenserbewegung nach Moskau eingeladen. Schon nach ihrem unerwarteten Wahlsieg im Januar hatte er davor gewarnt, sie international zu isolieren. Der Kreml hofft, mässigend auf die Hamas einwirken zu können. Die Organisation strebt die Zerstörung Israels an und hat sich zu einer Reihe von Selbstmordanschlägen bekannt. Für die Hamas sind die Gespräche in Moskau die ersten Verhandlungen mit einem Mitglied des Nahost-Quartetts, das den Nahost-Friedensplan – die so genannte Road-Map – ausarbeitete. Die USA und die EU betrachten die Hamas als Terrororganisation und lehnen jede Zusammenarbeit ab. Die USA wollen der Organisation die Arbeit möglichst schwer machen und hatten bereits zugestandene Finanzhilfen zurückgefordert.