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Countdown im Atomstreit

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Countdown im Atomstreit

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Im Atom-Streit zwischen dem Westen und dem Iran bleiben die Fronten verhärtet. Einen Tag vor dem Zusammentreten des Gouverneursrates der Internationalen Atom-Energie-Organisation, kurz IAEO, stellten sich iranische Bürger in Teheran demonstrativ hinter ihre Regierung. In einer Protestaktion kritisierten sie die Haltung des Westens, der den Iran zum Stopp seines Atomprogramms bringen will. Der iranische Unterhändler Ali Laridschani bekräftigte noch einmal, dass sein Land das Atomprogramm unter allen Umständen fortsetzen wolle. Dies entspreche den Vereinbarungen des internationalen Atomwaffen-Sperrvertrages. Mit Russland sei zwar eine weitgehende Einigung über die Anreicherung von Uran auf russischem Boden erreicht worden, dennoch wolle Teheran zu Forschungszwecken auch Uran auf eigenem Territorium anreichern. Die IAEO droht damit, den UN-Sicherheitsrat einzuschalten. Amerikanischen Medienberichten zufolge haben die USA bereits einen Resolutionsentwurf ausgearbeitet. Demnach soll der Sicherheitrat dem Iran eine Frist von 30 Tagen setzen. Wenn er bis dahin seine Nuklearaktivitäten nicht ausgesetzt hat, sollen politische und wirtschaftliche Sanktionen verhängt werden. Dazu könnten ein Verbot von Auslandsreisen für führende iranische Politiker oder ein Ölembargo gehören. Die USA befürchten, dass der Iran heimlich an dem Bau von Atombomben arbeitet. Teheran bekräftigte immer wieder, die Nukleartechnik lediglich zur Stromerzeugung nutzen zu wollen.