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Prozess gegen Moussaoui in entschediender Phase

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Prozess gegen Moussaoui in entschediender Phase

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In den USA ist nach der Bennenung der Geschworenen der Prozess gegen Zacarias Moussaoui in die entscheidende Phase gegangen. Der 37-Jährige Franzose marokkanischer Herkunft ist angeklagt, einer der Verschwörer des Terrornetzwerkes al-Qaida gewesen zu sein, die am 11. September 2001 die Terroranschläge auf das World Trade Center ausführten. Moussaoui selbst gab an, er habe in einer von den Anschlägen getrennten Aktion ein Flugzeug ins Weiße Haus steuern wollen. Eine Verwicklung in die Anschläge bestritt er jedoch. Trotz seiner Geständnisse gibt es Zweifel an der Schuld und Zurechnungsfähigkeit Moussaouis. Nachforschungen bei anderen weltweit inhaftierten al-Qaida-Terroristen sollen ergeben haben, dass er nichts mit den Anschlägen vom 11. September 2001 zu tun hatte. Das Verfahren ist auf wenige Wochen bis drei Monate angesetzt. Moussaoui war im August 2001 in den USA festgenommen worden. Er hatte Flugunterricht in Oklahoma genommen und dann in einem Boeing 747-Flugsimulator trainiert. Er lehnte seine Verteidiger ab und bekannte sich zum Terrorführer Osama bin Laden. Bei der Festsetzung des Strafmaßes droht ihm nun die Todesstrafe. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, Moussaoui hätte die Anschläge durch seine Aussage verhindern können. Aus Sicht der Verteidigung wäre eine Verurteilung zum Tode ein Ablenkungsmanöver, um die Versäumnisse der US-Geheimdienste im Vorfeld der Anschläge zu vertuschen. Dabei waren fast 3000 Menschen getötet worden.