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Ahmadinedschad lehnt Kompromiss im Atomstreit ab

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Ahmadinedschad lehnt Kompromiss im Atomstreit ab

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Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat im Atomstreit jeden Kompromiss abgelehnt. Der Iran werde sich dem politischen Druck nicht beugen, sagte er in Lorestan im Westen des Landes. Er nannte die Sitzung des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO in Wien einen wichtigen Test, um zu sehen, ob die internationalen Gremien an Gerechtigkeit glaubten. In Wien nahm die Internationale Atomenergie-Organisation ihre abschließenden Beratungen über einen kritischen Bericht von deren Generalsekretär Mohammed el-Baradei wieder auf.

Der Bericht soll nach Abschluss der Tagung dem UN-Sicherheitsrat übergeben werden, der dann über weitere Maßnahmen im Atomstreit entscheiden kann. Am Dienstag hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow Berichte darüber bestritten, nach denen sein Land einen neuen Kompromissvorschlagvorgelegt haben sollte. In Wien wurde dieser Vorschlag indes bestätigt. Demnach soll Moskau vorgeschlagen haben, dass der Iran kleine Mengen Uran selbst anreichern dürfen soll. Teheran müsse aber erklären, auf die industrielle Anreicherung atomwaffenfähigen Urans für mehrere Jahre zu verzichten.