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Anschlag auf Auto-Konvoi des irakischen Innenministers

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Anschlag auf Auto-Konvoi des irakischen Innenministers

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In Bagdad ist auf den Auto-Konvoi des irakischen Innenministers Bayan Jabor ein Bombenanschlag verübt worden. Dabei seien zwei seiner Leibwächter getötet und einer verletzt worden, hieß es in Bagdad. Jabor selbst sei nicht in seinem Fahrzeug gewesen. Das Ministerium kommentierte den Vorfall offiziell nicht. An diesem Mittwochmorgen waren bei einem Anschlag auf eine Bushaltestelle bei Bagdad mindestens sieben Menschen getötet und zehn verletzt worden.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte, er glaube nicht, dass es sich im Irak um einen Bürgerkrieg handle. Dieses Potenzial habe es jedoch immer gegeben, das Land sei lediglich durch ein repressives Regime zusammen gehalten worden, das Hunderttausende in Massengräber gebracht habe. Es habe keine Verfassung gegeben, keinen Respekt zwischen Bürgern verschiedener Religionen. Der Irak sei durch Gewalt zusammen gehalten worden und das sei nun vorbei. Die historisch gewachsenen Unterschiede blieben jedoch weiter bestehen.

Unterdessen wurde in Bagdad ein Kleinbus mit den Leichen von 18 ermordeten Irakern gefunden. Nach Angaben der Polizei wurden die Männer erwürgt oder gehängt. Nach einem Bericht der Los ANgeles Times äußerte der amerikanische Botschafter im Irak, Zalmay Khalilzad, die Befürchtung, in der ganzen Region könne ein Krieg ausbrechen, sollte der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak eskalieren.