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Fünfzig Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in Bagdad entführt

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Fünfzig Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in Bagdad entführt

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In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens fünfzig Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma entführt worden. Nach Angaben der Polizei erschienen die Entführer am Sitz des Unternehmens im Osten von Bagdad mit Fahrzeugen, die wie Polizeiautos aussahen; die Männer hätten Polizeiuniformen getragen.

Im Westen von Bagdad wurde ein Kleinbus voller Leichen gefunden. Die achtzehn Männer – alle Iraker – seien sämtlich eines gewaltsamen Todes gestorben, erklärte ein Krankenhausarzt: Zwei seien erschossen und die übrigen erwürgt oder gehängt worden. Die Hände der Opfer waren gefesselt, ihre Augen verbunden. Eine US-Militärpatrouille hatte einen Hinweis auf das Fahrzeug erhalten. Über die Hintergründe wurde zunächst nichts bekannt.

Unterdessen ist weiterhin unklar, ob Ibrahim al-Dschafari, der von der religiösen Schiiten-Allianz für das Amt des Ministerpräsidenten vorgeschlagen wurde, von weiteren Parteien akzeptiert wird. Arabischen Presseberichten zufolge erhielt er die Unterstützung des radikalen Predigers Muktada al-Sadr sowie der iranischen Regierung. Irakische Beobachter erwarten, dass der gegenwärtige Übrgangspräsident, der Kurde Dschalal Talabani, vom Parlament als Staatsoberhaupt bestätigt wird.